Fuerteventura Flora und Fauna

Trotz der bergigen Erscheinung ist Fuerteventura genau genommen eine sehr tief liegende Insel und aus diesem Grunde ziehen die feuchten Passatwinde (alisios) über die Insel hinweg, ohne sich auszuregnen.
Deshalb, und durch das jahrhundertelange Überweiden, ist die Insel ausgedörrt, mit einer Flora und Fauna aus hauptsächlich Wüste und Halbwüste.

Der Rückgang der Agrarwirtschaft als Hauptbeschäftigung auf der Insel, gestattet der Natur eine langsame Rückkehr, obwohl das Voranschreiten der Wüste immer noch ein wichtiges Thema ist.

Flora
Man findet Four-wing Saltbush, Kanaren-Wolfsmilch und andere Pflanzenarten die in der Halbwüste beheimatet sind, wie auch die vereinzelte Kanarenpalme rund um die Wohngebiete. Die einzigen Ausnahmen findet man auf der höchsten Spitze der Jandia Halbinsel, dort wachsen einheimische Pflanzenarten wie der kaktusähnliche Cardon de Jandia.

Fauna
Säugetiere
Außer Fledermäusen wurden alle Säugetiere auf Fuerteventura entweder absichtlich oder versehentlich eingeführt.
Das Atlashörnchen hat sich zu einer Art Touristenattraktion auf der Insel entwickelt, da sie an vielen Orten bereits so zahm sind, dass sie den Touristen aus der Hand fressen. Zu den weiteren Säugetieren auf der Insel zählen Igel, Hasen, Mäuse und Spitzmäuse, wie auch ein verwilderter Bestand an Eseln und Ziegen.

Reptilien
Es gibt keine Schlangen auf der Insel (lediglich hinter Glas in den Themenparks), dafür gibt es unzählige Geckos und einheimische Arten der Ostkanareneidechse. Es ist möglich, dass noch einige Schildkröten an den entlegeneren Stränden brüten; zahlreiche Schildkrötenarten kann man regelmäßig in den Gewässern rund um die Insel beobachten.

Vögel
Da der größte Teil der Insel eine Halbwüste ist, sind viele der Vogelarten die man hier findet, solche, die in einer Halbwüstenlandschaft beheimatet sind, wie unter anderem die Kragentrappe, Europäische Triele und der Rennvogel.
Es gibt eine einheimische Art, den Kanarenschmätzer, den man in einigen der Schluchten auf der Insel vorfindet.
Raubvögel wie Bussarde und Schmutzgeier findet man in den abgelegenen Teilen der Insel, während Turmfalken und Grauwürger recht häufig vorkommen. Sehr beliebt bei Nordeuropäern ist der Wiedehopf, dem man überall auf der Insel begegnet.
Gelbschnabelsturmtaucher kann man vor allem während der Sommermonate von der Küste aus beobachten – besonders rund um die Insel Los Lobos.

Unterwasserleben
Die Wassertemperatur an der Nord/Ostküste ist etwas kühler als das der Ostküste, und aus diesem Grund findet man an der Nordküste eine größere Artenvielfalt.

Zu den bemerkenswerten/exotischen Arten die man in den Gewässern rund um die Insel findet gehören: Hammerhai, Papageienfisch, Schwertfisch, zahlreiche Thunfischarten und der Atlantische Flugfisch (welchen man während Ausflügen und von Fähren aus beobachten kann).

Die Gewässer um die Inseln sind besonders für Wale und Delfine wichtig, in den letzten Jahren gab es allerdings schon des Öfteren große Diskussionen, wenn tote Wale an den Strand gespült wurden. Der Tot dieser Tiere wurde auf die Verwendung von Niederfrequenz-Sonar während Marineübungen zurückgeführt.


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