Fuerteventura Geologie

Fuerteventura gehört zum Archipel der Kanarischen Inseln – einer Gruppe von Vulkaninseln direkt vor dem Kontinentalsockel Westafrikas, vor Kap Juby. Fuerteventura und seine Nachbarinsel Lanzarote sind die ältesten Inseln dieser Gruppe.

Neueste Theorien deuten darauf hin, dass die Inseln durch die gemeinsamen Auswirkungen von Unterwasser-Vulkanausbrüchen und der Verschiebung der Kontinentalplatten von Südamerika und Afrika entstanden sind. Diese Kontinentalplatten haben sich immer weiter voneinander weg bewegt und so die Erdkruste in gleicher Art und Weise zusammengedrückt wie das auch bei der Entstehung des Atlasgebirges im nahe gelegenen Marokko der Fall war.

Es wird von einigen Autoren geschätzt, dass die Entstehung der ersten unterseeischen Formationen Fuerteventuras vor etwa 30 - 35 Millionen Jahren stattgefunden haben muss; andere wiederum nehmen an, dass die Anfänge der Insel wesentlich älter sind (70 - 80 Millionen Jahre).
Die meisten Experten stimmen allerdings überein, dass die ersten, an der Erdoberfläche auftretenden vulkanischen Aktivitäten vor etwa 20 Millionen Jahren stattfanden.

Man sagt, Fuerteventura befindet sich in seiner Post-Erosionsphase oder Verjüngungsphase, bei welcher durch gelegentliche Ausbrüche Lavafelder entstehen, wie zum Beispiel die Malpaises im Süden der Insel, welche die sonst karge Vulkanlandschaft unterbrechen. Diese Post-Erosionsphase steht im Kontrast zu den jugendlichen, westlichen Kanareninseln wie La Palma und El Hierro, die sich beide noch im intitialen Schildstadium befinden.

Abgesehen von den Basalten, der an der Oberfläche stattfindenden Aktivitäten, hat die Erosion Bereiche der fundamentalen Schichten freigelegt (welche die Basis der Insel bilden), sowie Sedimentgestein, das man auf etwa 100 Millionen Jahre zurück datiert.


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