Fuerteventura Immobilien

Dieser Leitfaden soll objektiv sein und nicht den Immobilienmarkt auf Fuerteventura bewerben oder gar vorantreiben. Die Inserenten auf der rechten Seite tätigen keine direkten Geschäfte mit uns und aus diesem Grund haben wir eine gewisse Unabhängigkeit wenn wir über den Immobilienmarkt auf der Insel berichten.

Rechtliches
Zuallererst müssen Sie einen Rechtsanwalt kontaktieren wenn Sie eine Immobilie auf Fuerteventura erwerben möchten.
Ein Rechtsanwalt wird die Immobilie beim Grundbuchamt überprüfen und sicherstellen, dass keine Belastungen auf dem Grundstück eingetragen sind (in Spanien werden Strafen oftmals gegen das Grundstück erhoben anstatt gegen den Besitzer, und sollten solche existieren, wäre nun der neue Besitzer dafür verantwortlich). Er wird auch überprüfen, dass alle Steuern und Abgaben auf dem neuesten Stand und beglichen sind. Zudem wird er sicherstellen, dass der Verkäufer auch der rechtmäßige Eigentümer der Immobilie ist. Dies alles sollte überprüft werden ehe man eine Anzahlung leistet.

Immobilienmakler
Auf Fuerteventura erhalten Immobilienmakler bis zu 5% Provision für den Verkauf eines Apartments oder einer Villa. Aus diesem Grund versuchen viele Menschen Ihr Grundstück auf eigene Faust zu verkaufen. Allerdings besteht so für den Käufer ein zusätzliches Risiko (besonders wenn dieser aus dem Ausland kommt und wenig oder kein Wissen, entweder von der Sprache, oder dem Rechtssystem mitbringt) - die meisten Horrorgeschichten hört man von Leuten die keinen Immobilienmakler eingeschaltet haben. Man erhält zwar keine Garantie wenn man einen Immobilienmakler einschaltet, aber es bietet ein wenig Sicherheit und wird den gesamten Ablauf wesentlich vereinfachen. Es sollte auch bedacht werden, dass wenn ein potentieller Käufer ein Angebot macht, welches unter der ursprünglichen Preisforderung liegt, Immobilienmakler und Verkäufer oftmals zu einem Arrangement kommen, bei welchem der Makler seine Provision senkt damit der Verkäufer den niedrigeren Kaufpreis akzeptiert.
Anders als in Deutschland haben Immobilienmakler hier keine exklusiven Verkaufsrechte und die gleiche Immobilie wird oftmals zur gleichen Zeit von unterschiedlichen Maklern angeboten (manchmal sogar zu unterschiedlichen Preisen!). Dies kann noch verwirrender werden wenn die Provision zwischen mehreren beteiligten Maklern aufgeteilt wird.

NIF Nummer
In Spanien können Sie buchstäblich ohne eine NIF Nummer (Steuernummer) nichts anfangen. Ihr Rechtsanwalt wird Sie bei der Beantragung unterstützen.

Der Private Vertrag
Es ist üblich, sobald Sie sich für den Kauf entschieden haben, einen privaten Vertrag zu unterzeichnen und eine Anzahlung von etwa 10% zu hinterlegen. Beachten Sie aber: sollten Sie sich doch gegen einen Kauf entscheiden, ist die Anzahlung verloren, der Betrag kann nicht zurückerstattet werden. Auf der anderen Seite verpflichtet sich der Verkäufer, sollte er seine Meinung ändern, die doppelte Anzahlungssumme zu erstatten.

Vermietung an Touristen
Während dieses Gesetz oftmals einfach ignoriert wird (viele stellen sogar die Legalität dieses Gesetzes innerhalb der EU in Frage) um an Touristen auf den Kanarischen Inseln vermieten zu können, muss die Immobilie eigentlich über eine Erlaubnis verfügen, um an Touristen vermietet werden zu können. Verfügt die Immobilie nicht über eine solche Genehmigung, und die Behörden finden heraus, dass Sie Ihre Immobilie (illegal) an Touristen vermieten, besteht die Möglichkeit mit einem hohen Bußgeld belegt zu werden. Überprüfen Sie dies lieber zweimal, da Immobilienmakler in diesen Angelegenheit oftmals mit der Wahrheit sehr sparsam umgehen!

Steuer und Kosten
Die unterschiedlichen Steuern, Rechts- und Verwaltungskosten belaufen sich in der Regel auf etwas unter 10% des Verkaufspreises. Diese Kosten werden vom Käufer getragen (zusätzlich zum Verkaufspreis) und teilen sich in etwa so auf:
Schwarzgeld
Es ist recht alltäglich (wenn auch äußerst illegal), dass der Verkäufer einen Anteil des Verkaufspreises in bar und an den Steuerbehörden vorbei entrichtet haben möchte. Der Verkäufer wird sicherlich versuchen Sie davon zu überzeugen, dass Sie so Geld sparen können (die Steuern sind ein prozentualer Anteil des angegebenen Verkaufspreises), allerdings sollten Sie daran denken, dass solche Praktiken innerhalb der nächsten paar Jahre bestimmt verschwinden werden und das, wenn Sie Ihre Immobilie wieder verkaufen möchten, Sie für die Zahlung der Kapitalertragssteuer verantwortlich sind (das ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis).

Der Notar
Um den Kauf abzuschließen, werden die offiziellen Verträge/Eigentumsurkunden (Escritura de Compra Venta) vor dem Notar unterzeichnet. Ist der Verkäufer nicht wohnhaft in Spanien, wird der Käufer 5% des Kaufpreises zurückbehalten, zahlbar an die spanischen Steuerbehörden innerhalb eines Monats nach dem Kauf. Diese 5% werden zurückbehalten, um die Kapitalertragssteuer des Verkäufers zu decken (ist die Steuerschuld des Verkäufers größer als dieser Betrag, muss er für den Differenzbetrag aufkommen, ist es weniger, kann er eine Rückerstattung anfordern).

Eintragung der Immobilie
Die Immobilie muss innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf beim Grundbuchamt eingetragen werden. Die Eigentumsurkunden stehen dem Käufer dann innerhalb weniger Wochen zur Verfügung.




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