Tindaya

Tindaya ist der Name sowohl des Dorfes, als auch des 401 Meter hohen Berges, der das Dorf überblickt. Der Berg hebt sich von den anderen Hügeln der Umgebung durch seine andersartige geologische Zusammensetzung ab (Trachyte). Er wird im örtlichen Brauchtum oft erwähnt und wurde von den Einheimischen lange als heilig angesehen.

Auf der Spitze des Berges findet man Beispiele von Felsmalereien und Abdrücken der Ureinwohner, man soll auch, an klaren Tagen, von der Spitze des Berges aus den Mount Teide auf Teneriffa sehen können.

In den letzten Jahren ist der Tindaya durch eine Kontroverse noch bekannter geworden, denn es sollte ein 50m² großer quaderförmiger Raum im Zentrum des Berges entstehen. Der verstorbene baskische Bildhauer Eduardo Chillida plante eine riesige Höhle im Zentrum des Berges zu erschaffen, mit horizontalen und vertikalen Gängen (für Zugang und Licht), dies allerdings wurde schon seit seiner Konzeption von Naturschützern denunziert.

Zudem gab es Fragen bezüglich der Legalität eines solchen Projektes, vor allem da der Tindaya als spanisches Naturdenkmal unter besonderem Schutz steht.
Da der Berg aus Trachyte besteht – welches einen erheblichen kommerziellen Wert als Schmuckstein besitzt – wurde auch die Motivation des gesamten Projektes in Frage gestellt, obwohl es wenig Zweifel daran gibt, dass dies eine beeindruckende Touristenattraktion wäre.

Etwas südlich von Tindaya befindet sich ein Denkmal des Bildhauers Juan Borges Lineres von dem spanischen Autor und Philosophen Migue de Unamuno.


Tindaya Landkarten


Tindaya